Über Pistenkilometer, Logistikkunst & 3 verschiedene Kulturen, welche am Kronplatz-Gipfel tagtäglich zusammentreffen.
11 Kronplatz-Fakten zum Staunen - wer hätte das gedacht?



  1. Ein Berg, drei Sprachen:
    Das Kronplatzgebiet ist ein Schmelztiegel der Kulturen. Am Berg treffen unter Einheimischen tagtäglich 3 Südtiroler Sprachgruppen direkt aufeinander: Deutsch, Italienisch und Ladinisch. 
    Ladinisch, die Minderheitensprache in Südtirol. Die ladinische Sprachgruppe beherrscht knapp über 4 % der Bevölkerung und ist neben Deutsch und Italienisch die dritte offizielle Landessprache. Während Deutsch und Italienisch sozusagen alle Südtiroler sprechen und verstehen, sprechen und verstehen Ladinisch tatsächlich nur waschechte Ladiner. Bereits am nahegelegenen Furkelpass, die Verbindung nach Alta Badia, wird ladinisch gesprochen.  

  2. Die Friedensglocke "CONCORDIA 2000":
    Direkt am Kronplatz-Gipfel thront die massive Friedensglocke Concordia 2000. Sie wiegt über 18 Tonnen, hat einen Durchmesser von 3 Metern und läutet jeden Tag um 12 Uhr mittags als Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. Der 500 Kilogramm schwere geschmiedete Glockenklöppel lässt sie im Schlagton Cis0 erklingen. 
    Die Glocke wurde im Sommer 2003 anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Skigebiets Kronplatz auf dem 2.275 Meter hohen Gipfel montiert und eingeweiht. Vor der Abreise nach Südtirol wurde sie unter anderem am Kapitelplatz beim Salzburger Dom ausgestellt. Der außergewöhnliche Schwertransport und die steile Fahrt auf das Gipfelplateau des Kronplatzes erfolgten über den Landweg per Lastwagen.
    Vor Ort angekommen wurde das besondere Stück mittels Spezialtechnik auf dem errichteten 21,8 Meter hohen Aussichtsturm bzw. Glockenstuhl montiert.

  3. Rekord-Seilbahn "Kronplatz 2000" & modernste Aufstiegsanlagen:
    Mit 32 modernen Aufstiegsanlagen (überwiegend schnelle Kabinenbahnen) hat das Skigebiet eine Förderleistung von rund 70.000 bis 73.000 Personen pro Stunde. Im Jahr 2000 ging hier die damals weltweit größte Einseilumlaufbahn („Kronplatz 2000“) in Betrieb.

  4. 100% Schneesicherheit:
    Der gesamte Kronplatz kann flächendeckend technisch beschneit werden. Das System umfasst Hunderte von Schneekanonen und gigantische Wasserspeicher, die den Skibetrieb oft bis weit in den Frühling hinein sichern. Alljährlich ein technisches Kunstwerk für tausende Skibegeisterte. 

  5. Warum technischer Schnee mittlerweile „besser“ zu fahren ist:
    Aus sportlicher Sicht und für die Pistenpräparation hat technischer Schnee gegenüber Naturschnee klare physikalische Vorteile:

    • Höhere Dichte und Kompaktheit: Naturschnee besteht aus filigranen, sechseckigen Schneekristallen mit viel Lufteinschluss (er ist locker und fluffig). Technischer Schnee wird als feine Wassertröpfchen in die Luft geschossen, die als winzige, kompakte Eiskugeln gefrieren. Die Dichte ist dadurch bis zu viermal höher.
    • Extreme Widerstandsfähigkeit: durch die hohe Dichte ist die Piste extrem belastbar. Sie übersteht Tausende von Skifahrern am Tag, ohne dass sich tiefe, gefährliche Hügel oder Spuren bilden. Die Piste bleibt von morgens bis nachmittags "griffig".
    • Unempfindlichkeit gegen Wärme: technisch erzeugter Schnee schmilzt aufgrund seiner Kompaktheit deutlich langsamer als Naturschnee. Selbst bei milden Temperaturen im Frühjahr bleibt die Unterlage stabil und verwandelt sich nicht so schnell in schweren Sulzschnee.
    • Perfekt für den Kantengriff: für sportliche Skifahrer bietet der harte, gleichmäßige Kunstschnee einen berechenbaren, aggressiven Grip für die Skikanten. Aus diesem Grund werden auch alle Weltcup-Rennen (wie auf der Kronplatz-Piste Erta) ausschließlich auf reinem technischen Schnee ausgetragen.

  6. 1, 2, 3, 4 ... Wasserspeicherbecken & deren Größe:
    Die Becken am Kronplatz variieren je nach Hangseite, um den enormen Bedarf zu decken. Kleinere & größere Speicherbecken wurden im Laufe der Jahre realisiert, während große zwischen 100.000 und 120.000 Kubikmeter Wasser fassen, fassen kleinere, ältere Reservoirs rund 54.000 Kubikmetern.

  7. Und wie gelangt das Wasser an die notwendigen Orte?
    Die Becken werden im Frühjahr und Sommer primär durch Schmelzwasser, natürliche Zuflüsse und Bäche gespeist. Das Wasser wird gesammelt und über Hochdruck-Pumpstationen nach oben transportiert bzw. nach Notwendigkeit verteilt.
    TOP-FACT: im Sommer dienen sie zudem als Multifunktionsbecken für die Landwirtschaft oder als Löschwasserreserve.

  8. Beschneiung in Hochgeschwindigkeit:
    Wenn die Temperaturen im Spätherbst (meist November) unter den Gefrierpunkt fallen, reichen dem Kronplatz dank der enormen Schlagkraft der Anlagen oft schon 3 bis 5 Tage (bzw. Nächte) mit durchgehendem Frost, um eine flächendeckende Grundbeschneiung für den Saisonstart zu garantieren. SchwuppDiWupp sind über 100 Pistenkilometer mit dem weißen Gold versorgt. 

  9. Kanonen & ihre Leistungen:
    Eine moderne Schneekanone erzeugt aus 1 Kubikmeter Wasser etwa 2,5 Kubikmeter Schnee. Je nach Kälte, Luftfeuchtigkeit und Modell stößt eine Hochleistungs-Schneekanone pro Stunde mehrere Dutzend Kubikmeter Schnee aus.

  10. Ein Berg, viele Arbeitsplätze: 
    Die gesamte Kronplatz Holding beschäftigt in ihren verschiedenen Sparten (Seilbahnen, Gastronomie, Mobilität) rund 500 feste Mitarbeiter. Zählt man im Hochwinter alle Skilehrer, externen Gastro-Hilfen und die Mitarbeiter aller angeschlossenen Partnerbetriebe direkt am Berg dazu, sichert der Skiberg weit über 1.000 Arbeitsplätze in der Region.

  11. Zum 1. Mal:
    Der Kronplatz hat im Sommer 2026 erstmal auf Snowfarming gesetzt (Übersommern von Schnee unter Planen oder Hackschnitzeln).
    Hierzu gibt es bis dato, Herbst 2026, natürlich noch keine Daten & Fakten, der Schnee schlummert ja noch unter der Plane, es bleibt spannend. 
    Modernität & Zukunftsorientierung sind wohl keine Grenzen gesetzt, und der Kronplatz schwimmt, ähhhh fährt Ski, immer ganz vorne mit!