Olang & das Coronavirus

07.04.2020 / von Anni

Das Coronavirus reist um die ganze Welt und das schneller als es die Menschheit
mit jeglicher Forschung und Technik je geschafft hat.

Wie soll es da anders sein als, dass es auch einen Abstecher in ein kleines Dorf inmitten
von Südtirol gemacht hat. Olang, zählt ca. 3.200 Einwohner, somit war dem Virus
von Anfang an klar, viel Einnistungsmöglichkeit gibt es hier nicht. So ist es nämlich auch,
wir zählen in unserem Dorf mit 4 Fraktionen aktuell grad mal 9 Infizierte und 17 Personen in
Quarantäne. Von der Zirm-Familie gehört, Gott sei Dank, niemand dazu, das bedeutet, wir müssen
uns „nur“ an die Ausgangssperre halten, was wiederum bedeutet, Dringlichkeitsfahrten sind erlaubt.

Gar nicht so einfach so eine Ausgangssperre in der Zeit wo das Hotel geschlossen ist.
Dies ist nämlich die Zeit wo wir uns gerne mal auf einen „Aperitivo“ in der Umgebung treffen,
das ein oder andere Restaurant besuchen und eigentlich ohne Uhr das Hotel verlassen können.
Da wir aber höchsten Respekt von der unermüdlichen Arbeit von Ärzten, Krankenschwestern,
Mitarbeitern in Lebensmittelgeschäften usw. haben, versuchen auch wir folgendermaßen aktiv
die Coronaverbreitung einzudämmen:

Nur 1x wöchentlich ist der Lebensmitteleinkauf geplant, diesen erledigt nur eine Person,
nach Möglichkeit NICHT die Senioren der Zirmˋs und am Besten gleich für alle 10 Familienmitglieder
die in Geiselsberg wohnen.


Unsere Kids & Teenies dürfen keine Freunde treffen, da wir nun endlich alle mal
viiieel Zeit füreinander haben, verbringen wir diese mit Gesellschaftsspielen.

Für die täglichen Workouts (normalerweise lieben wir die Skipiste und die Berge)
wählen wir verschiedene vorhandene Trainingsgeräte zu Hause.


Wie berichtet, bekocht mittags Herr Schraffl Senior die ganze Familie. Abends genießen Oma & Opa
dann auch ganz gerne mal etwas Ruhe, so ist der Rest der Familie kochtechnisch auf sich alleine gestellt.
Man muss nicht 1+1 zusammenzählen können, wenn man schon mal im Zirm-Restaurant gespeist hat.
Da wir vom Zirm-Küchenteam immer vorzüglich verwöhnt werden, war bis dato noch niemandem
die Wichtigkeit eines Kochkurses bewusst. Not macht bekanntlich erfinderisch und so musste jeder
(Mindestalter 12 Jahre) zwei Gerichte präsentieren denen er/sie gewachsen ist.
Unser Wochenplan sieht nun so aus, fest steht, abgemagert kommen wir nicht zurück 😉 :
Evelin:
Gericht 1: Rührei nach Wahl (Kommentar: so ein saftiges Rührei hat noch kein Frühstückskoch hinbekommen)
Gericht 2: Goldbraune Fischstäbchen mit Beilage Brot
Anni:
Gericht 1: Hausgemachte Kartoffelgnocchi mit Tomatensauce
Gericht 2: Tirtlan mit Topfenfüllung
(das Pustertaler Traditionsgericht, soooo „schmausig“. Sie möchten das Rezept? Kein Problem, kurze Mail ans Zirm)
Helmut:
Gericht 1: Kaiserschmarrn
Gericht 2: Spaghetti mit Tomatensauce
Lisa:
Gericht 1: Thai-Currygeschnetzeltes mit Reis
Gericht 2: Gemüsegeröstel
Mika:
Gericht 1: Schinken-Käse Toast
Gericht 2: Aufschnitt mit Speck und Käse
Maila:
Gericht 1: Pizza
Gericht 2: italienische Bruschetta

Ich würde sagen, es läuft, nichtsdestotrotz sprechen wir uns nicht gegen eine
Wiedereröffnung der Zirm-Küche aus :-).


So, das vorerst wieder die Infos über die Zirm Ausgangssperre.
Jetzt werde ich mich mal auf die Recherche machen was die Zirm-Mitarbeiter in solchen Zeiten so treiben.
Bis nächste Woche …
BLEIBT ALLE GESUND!!

2 thoughts on “Olang & das Coronavirus”

  1. Liebe Zirm-Familie , eure wöchentliche Berichterstattung ist wirklich eine schöne Sache und zeigt uns das ihr den Kopf nicht in den Sand steckt. Da wir eure Familie nun schon die vielen Jahre kennen können wir uns alles gut vorstellen wie ihr die Ausgangssperre meistert. Bei uns herrscht Kontaktverbot , das heißt es dürfen in der Öffentlichkeit nur zwei Personen , es sei denn Familie zusammen vor die Tür gehen. Und genügend Abstand zu Fremden halten. Also ein Treffen in unseren Freundeskreis ist leider auch nicht möglich. Gott sei Dank gibt es die Social Media . Da merkt man erstmal was ein unbeschwertes Leben wert ist. Was unsere Arbeit angeht gibt es auch Einschränkungen. Die Praxis hat nur noch Notfallbehandlung und ich bei der Bank haben verkürzte Öffnungszeiten.Aber wir können wenigstens noch zur Arbeit gehen und haben dadurch etwas Abwechslung. Und Max beim Rettungsdienst wird sowieso gebraucht. Sonst schwingen wir uns aufs Fahrrad und radeln in der Gegend rum , wahrscheinlich kennen wir dann im Radius von 40 km jeden Stein und Baum . Wir hoffen das nun nach Ostern vielleicht die ersten Lockerungen in Kraft treten. Das Rezept von Annis Tirtlan würde ich gern haben. Bissl Urlaubsfeeling nach Hause holen. Nun liebe Grüße und bleiben sie alle gesund !und schöne Ostern , an die wir wahrscheinlich alle lange denken werden.
    Ihre Familie Hader

    1. Hallo liebe Familie Hader,
      wir freuen uns, dass Ihr unsere Berichterstattungen gerne lest, wir sitzen wohl alle im selben Boot und müssen versuchen die Gesamtsituation gemeinsam zu meistern. Wir bleiben auf alle Fälle dran, halten Euch auf dem Laufenden und weil Ihr uns ja kennt, wisst Ihr, so schnell stecken wir den Kopf eben nicht in den Sand :-). Das Tirtlrezept lassen wir Euch gerne per Mail zukommen, Anni schreibt es zusammen, über ein Ergebnisfoto würden wir uns freuen und hoffen, dass es Euch schmeckt. Derweil wünschen wir Euch alles Gute und vor allem bleibt gesund!
      Eure Familie Schraffl

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