Über Einschränkungen und Vorfreuden

28.04.2020 / von Anni

Nach wie vor ist nichts anderes zu hören als Corona, Corona, Corona. Schaltet man den Fernseher ein senden von 3 Kanälen 2 „Corona aktuell“,
schaltet man das Radio ein, selbe Situation und blättert man in der Tageszeitung, macht man lieber gleich wieder zu.
Von meiner Seite muss ich sagen ich kann es fast nicht mehr hören, sehen oder lesen.

Trotzdem erfreuen wir uns über positiven Zahlen, bei uns in Olang ist die Situation sehr stabil, aber auch im restlichen Südtirol
ist die Zahl der Neuinfizierte kaum erwähnenswert, bei 1.200 Tests am Montag gab es 15 Neuinfizierte, ich denke das lässt sich sehen.
Die Geheiltenrate steigt stetig an und auch alle anderen Regionen Italiens erfreuen sich über Lichtblicke in der Pandemie.

Die Bedenken an eine 2. Welle sind trotz allem spürbar groß. Die Neuerungen bezüglich Einschränkungen, erlassen von Ministerpräsident Conte
am vergangenen Sonntag-Abend, leider nicht ganz so erfreulich wie eigentlich erwartet.
Man darf zwar ab 4. Mai seine Verwandtschaft, innerhalb der Region, wieder besuchen aber für Bar- & Restaurantbesitzer,
Friseure und Kosmetikstudios hat das Warten kein Ende. Bis zum 01. Juni 2020 sollen diese Türen noch verschlossen bleiben.
Eine weitere Verordnung: Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen bleiben bis September geschlossen. Das bedeutet insgesamt 6 Monate „Ferien“,
ein Kraftakt aus sozialer Sicht für alle Kinder & Jugendlichen und ein Kraftakt für alle berufstätigen Eltern dies organisatorisch auf die Reihe zu bekommen.


Was große und kleine Schraffl-Familienmitglieder in dieser Zeit am schwierigsten finden bzw. auf was man sich am meisten freut,
ich habe mal in die Runde gefragt:

Herr Schraffl Senior:
„Mir bereitet die Ausgangssperre keine großen Probleme, ich hielt mich immer schon gerne zuhause auf, hier fühle ich mich pudelwohl.
Trotzdem freue ich mich heute schon wenn die Restaurants wieder öffnen, mein Hauptberuf war Koch, verschiedene Restaurants zu besuchen
hat mir immer schon Spaß gemacht.“

Frau Schraffl Senior:
„Ich bin sehr sportlich aktiv, somit war für mich die größte Schwierigkeit wenn ich meine Tagestour zum Kronplatz (mittlerweile, Gott sei Dank wieder möglich)
oder den Marsch mit dem Kinderwagen zum Furkelpass nicht nach Lust & Laune machen konnte.
Riesig freue ich mich darauf wenn ich endlich ALLE meine Enkelkinder wieder sehen kann. Die Familie meines Sohnes wohnt nicht in Geiselsberg und Besuche
von Familienmitgliedern in an deren Gemeinden sind bis zum 4. Mai noch nicht erlaubt.“

Evelin:
„Das Schwierigste für mich ist definitiv die Unsicherheit und, dass es keinen Plan bezüglich Tourismus gibt. Ich bin eine „Plan-B Person“,
dieser muss bei mir immer in der Schublade liegen, sonst werde ich leicht nervös. Und diesen kann nich momentan nicht schneidern,
weil einem die Hände gebunden werden.
Am meisten freue ich mich auf einen Restaurantbesuch nach der Ausgangssperre. Gutes Essen, ein feines Gläschen Wein und
gesellschaftlicher Kontakt, den Tisch in meinem Lieblingsrestaurant habe ich für den Eröffnungstag schon reserviert, für mittags und auch gleich abends :-).“

Anni:
„Ich würe mal sagen ein paar Urlaubstage hätte ich schon gerne genossen. Da dies nur zu Hotelschließungszeiten möglich ist,
ist ein Urlaubsgedanke vorerst wohl kein Thema.
Am meisten freue ich mich darauf wenn wir uns wieder uneingeschränkt bewegen können, Touren in den umliegenden Bergen
aber auch gemütliche Stunden bei einem Aperitiv oder Abendessen in einem Restaurant, stehen bei mir an erster Stelle.“

Lisa:
„Ich muss sagen, dass ich mit der Situation gut umgehen kann, sie bereitet mir nicht große Schwierigkeiten, ich bin wohl sehr anpassungsfähig :-).
Als erstes nach der Ausgangssperre fahre ich nach Bruneck um in meinem Stammgeschäft meine Lieblings-Kosmetikprodukte zu kaufen.“

Maila:
„Das Schlimmste für mich war, als der Skiberg Kronplatz 6 Wochen vor eigentlichem Saisonende geschlossen wurde.
Wie cool wäre es gewesen keine Schule zu haben und dann täglich skifahren zu können.
Am meisten freue ich mich darauf meine Freunde wieder treffen zu dürfen, Videochat ist für mich nicht vergleichbar.“

Mika:
„Am meisten stört mich, dass die Schule frühzeitig geschlossen hat, ich besuche sie eigentlich recht gerne, sie bereitet mir keine Schwierigkeiten
und ist für mich eine unterhaltsame Nebenbeschäftigung.
Am meisten freue ich mich darauf meine Freundin wieder uneingeschränkt sehen zu dürfen, sie vermisse ich doch sehr.“

Ilvy:
„Das Schwierigste für mich ist, dass ich nie zum Shoppen gehen kann, neue Klamotten oder Schuhe sind nämlich mein liebstes Hobby.
Ich freue mich so sehr darauf wenn endlich die Restaurants wieder öffnen, Familienessen sind immer so lustig.“

Pia:
„Das Schwierigste für mich ist, dass ich meine Freunde nicht treffen kann, auch nicht wenn sie nur wenige Meter von mir entfernt wohnen.
Und am meisten freue ich mich darauf, wenn wir, ich und meine Cousine Clara, endlich wieder gemeinsam bei unserer Oma übernachten dürfen.“


Das waren nun die Gedanken und Wünsche von groß und klein, wir bleiben dran und versuchen diese komische Zeit weiterhin gut zu meistern.
Was ich nächste Woche berichte weiß ich heute noch nicht, man will versuchen früher Lockerungen für die Region Trentino-Südtirol zu erreichen,
zumal wir deutlich positivere Zahlen schreiben als andere Regionen. Mal sehen ob unsere Landesregierung auf ein offenes Ohr stößt,
ich halte Euch auf dem Laufenden.
Bleibt alle gesund!

Groß und klein der Familie Schraffl

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