Das nicht so besinnliche Weihnachtsdekret

04.12.2020 / von Anni

So, da bin ich wieder, gestern Abend um 21.00 Uhr wurde das Weihnachtsdekret endlich unterschrieben, es war auch Zeit,
denn nur drei Stunden später ist das, bis dato gültig gewesene Dekret, nämlich abgelaufen.

Bis heute schrieb man in der Adventszeit Wunschzettel, im Jahr 2020 leider Dekrete, und somit jetzt zu den nicht so
besinnlichen Fakten, Weihnachts- & Sylvesterurlaub wird es in diesem Jahr wohl keinen geben:

  • Die Verordnung enthält eine strenge Reisebeschränkung welche besagt, dass man sich ab jetzt bis zum 20. Dezember
    zwischen den Regionen Italiens noch bewegen darf, ab 21. Dezember bis zum 7. Januar 2021 nicht mehr. Am 25., 26. &
    31. Dezember sowie am 1. Januar 2021 darf nicht mal die eigene Gemeinde verlassen werden. Sollte man ab dem
    20. Dezember 2020 nach Italien reisen, egal aus welchem Land, ist eine 10-tägige Quarantäne vorgesehen
    (ausgenommen sind gesundheitliche Gründe bzw. Arbeitsgründe).
  • Beim nächsten Punkt musste ich schmunzeln, auch wenn es nichts zum Schmunzeln gibt, aber ich finde es einfach nur lächerlich.
    Sollte man sich zu den oben genannten, besonderen Abenden in einem Hotel aufhalten, dürfen Dinner & Getränke nur bis um
    18 Uhr in den öffentlichen Räumen serviert werden. Anschließend ist nur noch Zimmerservice erlaubt.
  • Die Ausgangssperre gilt nach wie vor von 22 Uhr bis 5 Uhr, für die Sylvesternacht wurde sie bis 7 Uhr verlängert.
  • Geschäfte bleiben länger geöffnet, abends bis um 21.00 Uhr, sowie auch an Wochenenden, dies um Einkaufsandränge zu vermeiden.
  • Skigebiete & Aufstiegsanlagen bleiben bis zum 7. Januar 2021 geschlossen.
  • Auch Oberschulen starten erst wieder am 7. Januar 2021 mit dem Präsenzunterricht.

Das Ganze heißt also: „Liebe Hoteliers ihr könnt Eure Betriebe öffnen ich habe die Gesetze aber so geschneidert, dass ganz bestimmt
niemand gerne urlaubt.“
Okay, ziehen wir das Ganze gemeinsam durch und hoffen, dass es hilft. Leider lassen verschiedene Bilder in den Nachrichtenmeldungen
mit überfüllten Einkaufsstraßen und Geschäften in Mailand und Rom eine sehr, sehr tiefsitzende Magenverstimmung aufkommen.
Und nein, die Bilder sind keine Fake News, es ist nämlich überall liebevoll weihnachtlich geschmückt und die Masken deuten nicht auf vergangene Jahre hin.

Es trifft uns hart, wir erhofften uns wirklich mindestens am 26. Dezember, mit halbwegs annehmbaren Vorschriften, unser Zirm eröffnen zu können,
leider ist dem nicht so. Es gab in den gesamten vergangenen 40 Jahren an Weihnachten & Sylvester noch nie geschlossen Zirmtüren, wir wissen gar nicht
so genau wie man diese besonderen Zeiten ohne Gäste feiert.

Apropos das Zirm hat dieses Jahr nämlich auch noch einen runden Geburtstag. Am 20. Dezember 1980 haben unsere Eltern, damals mit viel Mut und
einer gesunden Prise Verrücktheit, unser Zirm-Zuhause für sich und unsere Gäste eröffnet. Sicher ist, dass wir diesen Tag, in kleinem Kreise und ganz
besonderer Art und Weise, feiern werden, auch wenn es ohne Gäste sein muss.

Nun beginnen wir mit dem Organisatorischen für eine Eröffnung, mit allen notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, am 7. Januar 2021 und freuen uns
bereits heute dann wieder unser Zirm mit Euch zu teilen … nur noch 34x schlafen … 🙂

Bis nächste Woche, meine Stay-Connected Zeilen gibt es natürlich bis zur Wiedereröffnung wie gewohnt wöchentlich, wenn verfügbar mit aktuellen News
und ansonsten einfach mit netten Zirm-Familiengeschichten.

Evelin & ich sind heute in Grinch-Stimmung, aber spätestens morgen blicken wir wieder optimistisch in die Zukunft, bleibt alle gesund!


8 thoughts on “Das nicht so besinnliche Weihnachtsdekret”

  1. Vielen Dank, dass Sie uns bei aller mehr als verständlicher Depression so informativ und immer mit einer Spur Positivem und Optimismus, der Ihnen hoffentlich über die schwere Zeit erhalten bleibt, auf dem Laufenden gehalten haben. Wir wünschen Ihnen trotz allem eine besinnliche Adventszeit , ein frohes Fest und dann hoffentlich einen guten Start in das neue Jahr Ihre Familie Hirschberg

    1. Liebe Familie Hirschberg,
      vielen Dank, wir wünschen auch Ihnen eine schöne Adventszeit und ein feines Weihnachtsfest im Kreise der Familie.
      Liebe Grüße aus Südtirol
      Familie Schraffl

  2. Liebe Evelyn, liebe Anni, das ist einfach eine ganz beschissene Zeit, für allem für euch, wenn man so voller Tatendrang und Energie in kürzester Zeit unter schwierigsten Bedingungen so einen gigantischen Umbau durchgezogen hat und dann nicht richtig durchstarten kann. Haltet durch, wir freuen uns sehr, wenn wir regelmäßig diese updates von euch bekommen – das bekommen wir in dieser Art sonst von keinem Hotel…
    Wir wünschen Euch ganz viel Kraft und gute Nerven – wir bleiben euch treu.
    Herzliche Grüße von den Fricks

    1. Liebe Familie Frick,
      wir halten durch, sonst wären wir ja nicht die Zirm-Mädels ;-).
      Wir wünschen Euch ein frohes Weihnachtsfest, viele Gesundheit und freuen uns auf ein Wiedersehen!
      Liebe Grüße aus Geiselsberg sendet Euch
      Evelin & Anni sowie groß & klein vom Zirm

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