“Langhaarrodeln”

06.01.2009 / von Anni

Auch ich fragte mich heute was das sogennante “Langhaarrodeln”, von dem meine Mutter heute erzählte, wohl sei.
Schon mal vorweg, während ihrer ausführlichen Erklärung bettete sich meine Stirn in immer mehr Runzeln, wahrscheinlich geht es Ihnen auch so, aber naja, jedes Dorf hat oder besser gesagt hatte, wohl seine eigenen Bräuche …

Zur Kindheitszeit meiner Mutter war rodeln für die Kinder etwas vom Größten das es gab. Pünktlich um 17.00 Uhr mussten die Kinder immer zu Hause sein, nur am Hl. 3 Königs Tag wurde eine Ausnahme gemacht, an diesem musste man die Rodelgaudi erst um 18.00 Uhr beenden. Warum?
Früher glaubte man, zumindest im Heimatort meiner Mutter, dass beim Rodeln die Haare schneller wuchsen, und am Hl. 3 Königs Tag anscheinend besonders schnell. Da es früher bei den Mädchen wichtig war, dass man lange Haare hatte, damit man lange, schöne Zöpfe flechten k0nnte, wurde an diesem Tag diese besondere Ausnahme gemacht. 
Ob die Zöpfe am nächsten Tag wohl länger waren? Und ob die Jungs wohl auch länger rodeln durften? Egal, Hauptsache  die Kinder hatten ihren Spaß!

Kennen auch Sie lustige Bräuche von alten Zeiten, ich würde mich freuen, wenn Sie uns diese im Berghotel Zirm Tagebuch erzählen würden.

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